Logistik-Glossar
Fachbegriffe aus Transport, Spedition und Logistik einfach erklärt.
24h Transport
Transportservice rund um die Uhr verfügbar. Auch an Wochenenden und nachts für Notfälle.
ADR
Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße. Regelt Transport von Gefahrgut wie Chemikalien, Batterien, Farben.
Abholung
Das Abholen der Ware beim Versender. Kann zu vereinbarter Zeit oder im Zeitfenster erfolgen.
Anlieferung
Die Zustellung der Ware beim Empfänger. Oft mit Zeitfenster oder fester Uhrzeit vereinbart.
Auflieger
Anhänger ohne Vorderachse, der auf einem Sattelzug-LKW aufliegt. Standard für Fernverkehr mit 13,6m Länge.
Auftraggeber
Die Person oder Firma, die den Transport beauftragt und bezahlt. Meist der Absender oder Empfänger der Ware.
Auftragsverfolgung
System zur Nachverfolgung des Transport-Status in Echtzeit. Zeigt Position des Fahrzeugs und Lieferstatus.
Automatischer Versand
Regelmäßige Transporte ohne separate Beauftragung. Wird nach festem Plan ausgeführt (z.B. jeden Montag).
Avisierung
Vorankündigung der Lieferung beim Empfänger, meist per Telefon oder SMS. Verbessert die Empfangsbereitschaft.
Backup Spedition
Zuverlässiger Transportpartner für den Notfall, wenn die Hauptspedition ausfällt. Kurzfristige Verfügbarkeit.
Baufirmen-Transport
Spezial-Transporte für Baustellen: Baumaterial, Werkzeug, Maschinen. Oft mit schwierigen Zufahrten und flexiblen Zeiten.
Be- und Entladung
Das Auf- und Abladen der Ware vom LKW. Kann durch den Fahrer erfolgen oder durch Personal vor Ort.
Beiladung
Ihre Sendung wird einer bereits geplanten Tour hinzugefügt. Günstiger, aber weniger flexibel bei Abholzeit.
Bordsteinkante
Lieferung nur bis zur Bordsteinkante ohne Hilfe beim Abladen. Standard bei vielen Paketdiensten.
CMR-Frachtbrief
Internationaler Frachtbrief für grenzüberschreitende Transporte innerhalb Europas. CMR = Convention relative au contrat de transport international de Marchandises par Route.
Citylogistik
Spezialisierte Transporte im Stadtgebiet mit Herausforderungen wie Parkzonen, enge Straßen, Zeitfenster.
Container
Standardisierter Transportbehälter aus Metall, meist 20 oder 40 Fuß lang. Für See-, Bahn- und LKW-Transport.
Direktfahrt
Eine Transportfahrt von A nach B ohne Zwischenstopps oder Umladen. Die Ware bleibt im gleichen Fahrzeug und erreicht schneller ihr Ziel.
Direktverbindung
Regelmäßige Fahrten zwischen zwei festen Punkten ohne Umwege. Oft mehrmals täglich oder wöchentlich.
Dringender Transport
Zeitkritische Sendung, die noch am selben Tag ankommen muss. Express innerhalb 2-4 Stunden möglich.
Eil-Sendung
Transport mit höchster Priorität und garantierter Lieferzeit. Synonym zu Express-Service.
Einwegpalette
Wegwerf-Palette ohne Tausch-Verpflichtung. Günstiger als Europalette, aber weniger stabil.
Empfangsbestätigung
Unterschrift des Empfängers als Beweis der Zustellung. Wichtig für Nachweis und Rechnung.
Ersatzteillieferung
Express-Transport von dringend benötigten Ersatzteilen für Maschinen oder Produktion. Zeitkritischer Transport.
Europalette
Standardisierte Holzpalette mit den Maßen 120 × 80 cm. Die häufigste Palettenart in Europa für den Gütertransport.
Express-Service
Schnellster Transportservice mit garantierten Lieferzeiten, oft innerhalb von 2-4 Stunden. Ideal für zeitkritische Sendungen.
Fernverkehr
Transporte über größere Distanzen, ab ca. 150 km. Oft mit Autobahn-Strecken und längeren Fahrzeiten.
Firmentransport
B2B-Transporte zwischen Unternehmen. Unsere Hauptspezialität mit regelmäßigen Geschäftskunden.
Flexible Abholzeiten
Anpassung der Abholung an die Verfügbarkeit des Kunden. Auch früh morgens oder spät abends möglich.
Flurförderzeug
Stapler oder Hubwagen zum Be- und Entladen. Nicht immer beim Empfänger vorhanden.
Frachtbrief
Transportdokument, das den Vertrag zwischen Absender und Frachtführer bestätigt. Enthält alle wichtigen Informationen über die Sendung.
Frachtkosten
Gesamtkosten für den Transport. Abhängig von Entfernung, Gewicht, Volumen, Zeitfaktor und Zusatzleistungen.
Gabelstapler
Fahrzeug zum Heben und Bewegen von Paletten. Nötig für Be- und Entladung schwerer Güter.
Gefahrgut
Gefährliche Güter, die besondere Transportvorschriften erfordern (ADR). Zum Beispiel Chemikalien, Batterien, entzündbare Stoffe.
Gesamtgewicht
Eigengewicht des LKW plus Ladung. Entscheidet, welches Fahrzeug benötigt wird und welche Straßen befahren werden dürfen.
Gewichtsklassen
LKW werden nach zulässigem Gesamtgewicht kategorisiert: 3,5t, 7,5t, 12t, 18t, 40t. Bestimmt, welche Fahrzeuge benötigt werden.
Haftung
Verantwortung des Transportunternehmens für Schäden an der Ware. Begrenzt nach CMR oder individuell versichert.
Handelsgut
Normale Waren für Handel oder Produktion, keine Gefahrgüter. Meiste Transporte sind Handelsgüter.
Handentladung
Abladen per Hand ohne Stapler, oft bei kleineren Sendungen oder schwierigem Zugang.
Hub
Zentrales Logistikzentrum, wo Sendungen gesammelt und umgeladen werden. Wir bieten Direktfahrten ohne Hub an.
Industriegüter
Waren für Produktion oder Fertigung: Maschinen, Rohstoffe, Halbfertigprodukte. Oft schwer und sperrig.
Inlandstransport
Transporte innerhalb Deutschlands ohne Grenzübertritt. Weniger Papierkram als internationale Transporte.
Just-in-Time
Lieferkonzept, bei dem Ware exakt zum benötigten Zeitpunkt eintrifft. Minimiert Lagerkosten, erfordert präzise Planung.
Kapazitätsengpass
Wenn alle Transportmittel ausgelastet sind. Erfordert zusätzliche Fahrzeuge bei Spitzenlasten.
Kleintransport
Transport mit Kleintransporter (Sprinter, Caddy) für kleinere Mengen. Flexibler und schneller als LKW.
Kommissionierung
Zusammenstellung der Waren aus verschiedenen Lagerplätzen vor dem Transport. Vorbereitung der Sendung.
Komplettladung
Der gesamte LKW-Laderaum wird von einem einzigen Kunden genutzt. Synonym zu Direktfahrt für große Mengen.
Kurier
Transportdienst für eilige, oft kleinere Sendungen mit persönlicher Übergabe. Schneller und flexibler als reguläre Paketdienste.
Kurzfristige Abholung
Transport mit sehr kurzer Vorlaufzeit, oft innerhalb weniger Stunden. Bei frühem Anruf meist noch Same-Day möglich.
Ladebordwand
Hydraulische Hebebühne am LKW für Be- und Entladung ohne Rampe. Sehr praktisch bei Kunden ohne Laderampe.
Ladeliste
Übersicht aller geladenen Sendungen mit Anzahl, Gewicht, Ziel. Für Fahrer und Disposition.
Lademeister
Person, die für die korrekte Verladung und Ladungssicherung verantwortlich ist. Stellt sicher, dass alles gesetzeskonform gesichert ist.
Lademittel
Paletten, Gitterboxen, Container zur Ladungssicherung. Erleichtert Be- und Entladung mit Stapler.
Ladevolumen
Verfügbarer Raum im LKW in Kubikmetern. Wichtig bei leichter aber sperriger Ware.
Ladezeit
Vereinbarte Zeit für Be- oder Entladung. Wichtig für Planung der Tour.
Ladungssicherung
Maßnahmen zum Schutz der Ladung während des Transports gegen Verrutschen, Umkippen oder Herabfallen. Gesetzlich nach VDI 2700 vorgeschrieben.
Lagerlogistik
Transport zwischen Lagern oder Lager und Kunde. Oft Teil einer längeren Logistikkette.
Leerfahrt
Fahrt ohne Ladung, z.B. Rückfahrt nach Lieferung. Wird oft durch Beiladungen vermieden.
Lieferengpass
Wenn reguläre Transportkapazitäten erschöpft sind. Erfordert zusätzliche Fahrzeuge und flexible Lösungen.
Liefergebiet
Geografisches Gebiet, das eine Spedition bedient. Unser Schwerpunkt: Region Stuttgart.
Lieferschein
Dokument, das die gelieferte Ware detailliert auflistet. Wird vom Empfänger unterschrieben als Bestätigung.
Liefertermin
Vereinbarter Termin für die Zustellung. Kann als Zeitpunkt oder Zeitfenster festgelegt werden.
Liefertreue
Prozentsatz pünktlicher Lieferungen. Wichtiges Qualitätsmerkmal einer Spedition.
Lieferverzögerung
Verspätete Zustellung von Waren, die Produktionsprozesse oder Kundentermine gefährdet. Kann durch Express-Service ausgeglichen werden.
Luftfracht
Transport per Flugzeug für eilige oder sehr weite Strecken. Teuer aber extrem schnell.
Mehrzweckfahrzeug
LKW mit verschiedenen Aufbauarten (Plane, Koffer, Pritsche). Flexibel einsetzbar für verschiedene Güter.
Mindestladungsmenge
Kleinste Menge, die wirtschaftlich transportiert werden kann. Variiert je nach Spedition.
Möbeltransport
Spezialtransport für Möbel mit Extra-Schutz und vorsichtiger Handhabung. Oft Teil von Umzugsdienstleistungen.
Nachlauf
Letzte Etappe einer Transportkette vom Hub zum Endempfänger. Gegenteil von Vorlauf.
Nachtsprung
Transport über Nacht für Lieferung am nächsten Morgen. Ware wird nachts gefahren, morgens zugestellt.
Nahverkehr
Transporte innerhalb einer Region, typischerweise bis 150 km Entfernung. Unsere Spezialität: Region Stuttgart, Leonberg, Renningen.
Netzwerk
Verbund von Speditionen für überregionale Transporte. Wir arbeiten mit Partnern für Fernstrecken.
Notfall-Transport
Dringender Transport außerhalb der regulären Geschäftszeiten oder mit extrem kurzer Vorwarnzeit. 24/7 verfügbar.
Packservice
Service zum Verpacken der Ware vor Transport. Schützt empfindliche oder unverpackte Güter.
Palettenrückführung
Rücktransport leerer Paletten zum Absender. Teil des Paletten-Tauschsystems.
Persönlicher Ansprechpartner
Direkter Kontakt zum Fahrer oder Geschäftsführer, statt anonymes Callcenter. Erleichtert Kommunikation und Problemlösung.
Point-of-Sale Transport
Lieferung direkt zum Verkaufspunkt/Geschäft. Oft mit Zeitfenster wegen Ladenöffnungszeiten.
Privatkunden-Transport
Transporte für Privatpersonen, nicht nur Firmen. Nicht alle Speditionen bieten Privatkundenservice an.
Produktionsnotfall
Wenn die Produktion sofort Material braucht, sonst stillsteht. Höchste Priorität für Express-Lieferung.
Produktionsstillstand
Wenn fehlende Teile oder Materialien die Produktion stoppen. Verursacht hohe Kosten und erfordert Express-Lieferung.
Rahmenvertrag
Vereinbarung zwischen Kunde und Spedition für regelmäßige Transporte zu festgelegten Konditionen.
Rampe
Laderampe für LKW zum Be- und Entladen auf gleicher Höhe. Ideal für schwere Paletten.
Regionale Schnelligkeit
Lokale Speditionen können in ihrer Region oft schneller liefern als überregionale Anbieter. Keine Umwege über Hubs.
Regionale Transporte
Transportdienstleistungen mit Fokus auf eine bestimmte Region. Vorteil: Lokale Kenntnisse, kurze Reaktionszeiten.
Retourenfracht
Rücktransport von Waren, zum Beispiel nach Umtausch, Reparatur oder Pfandgut wie Paletten.
Routenplanung
Optimale Planung der Fahrtroute unter Berücksichtigung von Verkehr, Baustellen, Lieferreihenfolge.
Same-Day Delivery
Zustellung am selben Tag wie die Abholung. Bei Anruf bis 14 Uhr meist noch am gleichen Werktag möglich.
Samstaglieferung
Zustellung am Samstag, wenn unter der Woche keine Zeit ist. Nach Vereinbarung mit der Spedition möglich.
Sendungsverfolgung
Siehe Tracking - Live-Verfolgung der Sendung mit SMS-Updates und GPS-Position.
Sondergröße Transport
Wenn Standard-Paletten nicht passen: Sperrgut, Überlänge, schwere Maschinen. Erfordert Spezialfahrzeuge.
Spedition
Dienstleistungsunternehmen, das Gütertransporte organisiert und durchführt. Kann eigene Fahrzeuge haben oder mit Subunternehmen arbeiten.
Sperrgut
Übergroße oder schwere Güter, die nicht auf Standard-Palette passen. Benötigt Spezialtransport.
Standzeit
Wartezeit des Fahrers bei Be- oder Entladung. Übliche Standzeit: 30 Minuten, danach oft Aufpreis.
Storno
Absage eines beauftragten Transports. Sollte rechtzeitig erfolgen (min. 24h vorher), sonst Stornogebühr.
Stückgut
Einzelne Pakete oder Kartons, keine Paletten. Oft für kleinere Sendungen.
Tagesdisposition
Tagesplanung aller Touren und Aufträge. Disponent plant morgens die optimale Route.
Teilladung
Wenn mehrere Sendungen verschiedener Kunden in einem LKW kombiniert werden. Günstiger als Direktfahrt, aber mit längeren Lieferzeiten.
Tonnage
Maximal zulässiges Gewicht eines LKW. 3,5t, 7,5t, 12t oder 40t sind Standard-Tonnagen.
Tour
Geplante Fahrtroute mit mehreren Halte- oder Lieferpunkten. Optimiert für Effizienz.
Tracking
Live-Verfolgung der Sendung während des Transports. Oft per GPS und SMS-Updates an den Kunden.
Transportausfall
Wenn der beauftragte Transportdienstleister ausfällt (Krankheit, Panne, Überlastung). Erfordert kurzfristigen Ersatz.
Transportprobleme lösen
Kreative und flexible Lösungen für schwierige Transportaufgaben finden. Wenn Standard-Lösungen nicht funktionieren.
Umlaufverpackung
Mehrweg-Verpackung die zurückgeführt wird. Paletten, Gitterboxen, Mehrweg-Kartons.
Umschlag
Das Umladen von Ware von einem Fahrzeug auf ein anderes, oft in einem Logistikzentrum. Wird bei uns vermieden durch Direktfahrten.
Verpackung
Schutzhülle für die Transportgüter. Muss stabil genug sein für Transport und Ladungssicherung.
Versandkosten
Siehe Frachtkosten - Gesamtkosten für den Transport von A nach B.
Versicherungswert
Wert der Ware für die Transportversicherung. Wichtig bei wertvollen Gütern für Schadensersatz.
Verzollung
Abfertigung von Waren beim Zoll für internationale Transporte. Nach Brexit auch für UK-Transporte nötig.
Vorlauf
Transport vom Versender zum Hauptverkehrsmittel oder Hub. Oft der erste Teil einer längeren Transportkette.
Warenwert
Monetärer Wert der transportierten Güter. Grundlage für Versicherung und Haftung.
Werksverkehr
Transporte mit eigenen Fahrzeugen für eigene Zwecke, ohne gewerbliche Beförderung. Unterliegt weniger strengen Auflagen als Güterfernverkehr.
Wochenendlieferung
Transport am Samstag oder Sonntag, wenn Standard-Speditionen geschlossen haben. Nach Vereinbarung möglich.
Zeitfenster
Vereinbarte Zeitspanne für Abholung oder Lieferung statt fixer Uhrzeit. Flexibler für beide Seiten.
Zolldokumente
Papiere für grenzüberschreitende Transporte außerhalb der EU. Nach Brexit auch für UK-Transporte erforderlich.
Zustellgebiet
Siehe Liefergebiet - Region, in der wir zustellen. Schwerpunkt: Stuttgart-Region.
Zuverlässiger Transportpartner
Spediteur, der Termine einhält, erreichbar ist und Probleme löst. Zeichnet sich durch Erfahrung, lokale Expertise und persönlichen Service aus.
Überladung
Wenn LKW mehr Gewicht hat als erlaubt. Illegal und gefährlich, führt zu hohen Bußgeldern.
